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In der Stille der Nacht

Es ist Nacht
das Leben schläft
der Krieg der Tage wandelt sich
in friedvolle Starre
nur der Wind
heult einsam durch die Gassen

Kreatur der Dunkelheit
führe mich aus
auf dem Strahl des Mondes
hebe mich empor
in das Sturmauge
der Nacht

Die See ist ruhig
keine Schreie von Möwen
nur das dumpfe Plätschern
eines Wals
in der Ferne

Die Kälte der See
streckt sich nach mir aus
mit klammer Hand
vom Grund der Ewigkeit
und Finsternis
aber ich widerstehe

Bald erreiche ich den Strand
träge Wellen spielen am Ufer
verführen das Land
in zärtlicher Bewegung

Die grüne Umarmung von Hügeln
schneebedeckte Berge
am Horizont

Endlich erreiche ich dich, mein Freund
dein kleines Haus
dein Heim und Herz

Ich spüre eine verwandte Seele
obwohl unbekannt
und schenke ihr stumme Präsenz

Der Liebe Vergnügen
macht dich lächeln
getragen von sorgenden Händen

Ich mag dort inmitten der Finsternis bleiben
versteckt und halb real
für eine Stunde oder zwei

Wenn du erwachst
findest du nichts
als silbrig goldenen Staub
glitzernd in den ersten schwachen Sonnenstrahlen
fliehend durch die Luft