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Testament

hinterlasse euch keins
mir fehlt die Kraft
aufgezehrt
von lauter Nichtigkeiten
verzehrt
von Selbstverleugnung

Was ich soll ich euch denn hinterlassen
habe nichts
bin nichts

Alles in mir ist erfüllt
von ihm
meine Sehnsucht
mein Moor
mein Schwerterwald

Nie gab es ihn in meinen Armen
wozu also leben

Nie wird es ihn geben
will nicht mehr sein

Warten, hoffen, Wahn
erfüllt sich doch nie

Blutspur an meiner Hand
Fluss, dem ich folgen will
kann es nicht
kann ich es je

Habe keinen Mut
keine Kraft
nicht einmal für das Ende

Obwohl es so klar vor mir liegt
wie eine raubereifte Wiese
unter Frühlingsnebel

Wozu mich noch quälen
ihr habt keine Ahnung
wie furchtbar jeder einzelne Tag ist

Ich träume nur
von seinem Schwert
oder einer Pistole
die mein Kinn küsst

Will nicht mehr
kann nicht mehr
und bin doch zu feige
der Farce ein Ende zu setzen

Hilfeschreie
wer will sie schon hören
nein, ich bin ihnen nicht gram
könnten sie doch eh nicht helfen

Nur einer kann
nur Er kann
doch er bleibt verborgen
und das Teil von ihm
das er nicht ist
in mir
stirbt mit mir